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Herzlich Willkommen bei der MFG- Weilmünster

Auf den folgenden Seiten finden Sie alles Wissenswerte über unseren Verein.

Die „anstehenden Termine“ finden Sie als Kalendereintrag unter dem Menüpunkt „Veranstaltungen“.

Wenn Sie Interesse haben, unserem Verein beizutreten, finden Sie den Aufnahmeantrag im Menüpunkt „Verein / Mitglied werden“.

Selbstverständlich können Sie uns auch direkt auf dem Flugplatz besuchen oder per Mail gerne jederzeit mit uns in Verbindung treten.

Wir bemühen uns, alle eingehenden Mails kurzfristig zu beantworten.

 

Unser Vereinsmitglied Lukas hat den Steuererschein für Großmodelle bis 150 KG am 02.12.2022 erworben. Vielen Dank an den Prüfer Thomas Boxdörfer

Wer es genau wissen will: Rechtliches zum Kenntnisnachweis

Am 18. Juni 2021 ist die vom zuständigen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) – jetzt BMDV – novellierte Luftverkehrsordnung (LuftVO) in Kraft getreten. Teil dieses „Gesetzes zur Anpassung nationaler Regelungen an die Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 der Kommission vom 24. Mai 2019 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge“ sind auch Vorgaben für den Betrieb von privat genutzten Flugmodellen im Rahmen von Luftsportverbänden wie dem DMFV soweit sie Inhaber einer Betriebsgenehmigung nach Art. 16 DVO (EU) 2019/947 sind. Mit Datum vom 06.07.2022 hat der DMFV die notwendige Betriebsgenehmigung vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) erhalten.

Unabhängig davon, ob es sich um ein Flächen-, Helikopter-, Gleitschirmflieger-, Fallschirmspringer- oder Raketenmodell, einen Modellballon oder einen Multicopter handelt, ist gemäß § 21f Abs. 2 LuftVO für das Steuern eines Flugmodells mit mehr als 2 Kilogramm Startmasse ein Kenntnisnachweis vorgeschrieben. Das Gleiche gilt entsprechend der Betriebsgenehmigung des LBA auch für den Betrieb von Flugmodellen in einer Höhe von mehr als 120 m über Grund. Die Pflicht zur Absolvierung eines Kenntnisnachweises besteht für den Betrieb von Flugmodellen auf und außerhalb von Modellfluggeländen.

Inhaber eines Ausweises für Steuerer von Flugmodellen über 25 kg benötigen aktuell keinen Kenntnisnachweis.

Gemäß § 21f Abs. 2 Satz 2 LuftVO ist der Deutsche Modellflieger Verband e.V. (DMFV) zur Ausstellung des Kenntnisnachweises ermächtigt

Mit dieser Bescheinigung wird dem Besitzer attestiert, Kenntnis über die Grundlagen der Anwendung und die Navigation von Flugmodellen, die einschlägigen rechtlichen Grundlagen und die örtliche Luftraumordnung zu haben.

Die Gültigkeitsdauer des Kenntnisnachweises beträgt 5 Jahre. Gemäß der für den DMFV bindenden behördlichen Gebührenordnung kostet der Kenntnisnachweis 25,- Euro zuzüglich 7 Prozent Mehrwertsteuer, insgesamt also 26,75 Euro.

Bitte beachten Sie, dass der Bewerber das siebte Lebensjahr vollendet haben muss, um einen Kenntnisnachweis erlangen zu können. Bei Minderjährigkeit ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters nachzuweisen.

In der folgenden Einweisung wird regelmäßig der Begriff Flugmodelle verwendet. Dabei sind alle oben aufgeführten Kategorien von Flugmodellen inbegriffen. Sollte es für eine bestimmte Kategorie, wie beispielsweise Drohnen/Multicopter besondere Regeln geben, so wird ausdrücklich darauf hingewiesen.

Neben diesen allgemeinen Bestimmungen und Grundlagen sollten und müssen regelmäßig die besonderen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt werden. Die Beschreibungen und Definitionen ergeben sich insbesondere aus den §§ 21 ff. Luftverkehrsordnung (LuftVO) sowie aus dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG), Luftverkehr-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO), der vom LBA nach Art. 16 DVO (EU) 2019/947 erteilten Betriebsgenehmigung und dem Leitfaden „Modellflugbetrieb im DMFV“. Weitere relevante Vorschriften und Normen stammen aus der Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV), der Verordnung zur Beauftragung von Luftsportverbänden (BeauftrV), der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 (SERA), der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947, dem Grundgesetz (GG), dem Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (KunstUrhG) und den Nachrichten für Luftfahrer (NfL) der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Die nachfolgenden Lerneinheiten betreffen den Modellflugbetrieb im Rahmen des DMFV. Regelungen und Vorgaben der offenen Kategorie nach der DVO (EU) 2019/947 werden nicht berücksichtigt, soweit sie nicht ausnahmsweise auch für den Betrieb im Rahmen des DMFV gelten.

Ein Verzeichnis aller Abkürzungen, die in dieser Unterweisung vorkommen, finden Sie hier: Abkürzungsverzeichnis

Wie muss ich nun meine Registriernummer am Flugmodell anbringen?

Die EU-Verordnung selbst sagt hierzu nur, dass „[…] (8) UAS-Betreiber, die die in Absatz 5 genannten Bedingungen erfüllen, […] ihre Registrierungsnummer auf jedem unbemannten Luftfahrzeug […]“ anbringen müssen. Deutlicher wird das sogenannte AMC-Material der EASA (Acceptable Means of Compliance) zu Artikel 14 der EU-Durchführungsverordnung. Hierin heißt es:

ANBRINGUNG DER REGISTRIERNUMMER:

(a) Der Betreiber eines UAS sollte die Registriernummer, die er am Ende des Registrierungsprozesses erhalten hat, so am unbemannten Luftfahrzeug anbringen, dass sie ohne Sehhilfe zu lesen ist, wenn sich das Luftfahrzeug am Boden befindet.

(b) Die Nutzung eines QR-Codes (quick response code) ist erlaubt.

(c) Sollte die Größe des unbemannten Luftfahrzeuges eine Anbringung der Registriernummer auf dem Rumpf nicht zulassen, oder es sich bei dem Flugmodell um einen naturgetreuen Nachbau eines realen Flugzeugs handeln, dessen Charakteristik durch die Registriernummer verändert würde, ist eine Anbringung der Registriernummer auch im Batteriefach möglich, sofern dieses zugänglich ist.

Gemäß den EU-Drohnen-Regularien ist also kein feuerfestes Schild mehr erforderlich. An geeigneter Stelle muss jedoch die Registrierungsnummer (eID) angebracht werden. Zu den geeigneten Stellen kann hierbei auch das Batteriefach zählen, wenn es sich z. B. um ein Modell eines im Original existierenden Luftfahrzeuges handelt und das Anbringen der Registrierungsnummer das Gesamtbild des Modells stören würde. Die Feuerfestigkeit der Beschriftung ist nicht mehr erforderlich.

Hinweis: Es kann dennoch nützlich sein, seinen Namen und seine Anschrift auf dem Fugmodell zu belassen. Sollte es zu einem Verlust des Fliegers kommen, erleichtert dies dem Finder, Dich zu finden. Finder, die mit dem Fliegen von UAS oder Modellflugzeugen nicht vertraut sind, kennen zudem vielleicht gar nicht die Bedeutung einer eID.

Viele weitere nützliche Hinweise rund um die EU-Registrierung erhaltet Ihr auf der FAQ-Seite des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA).